Gemeinsam Offenheit gestalten: TOBIS begleitet Klausurtagung der DPFA

Wie können offene Bildungsmaterialien (OER) und offene Bildungspraktiken (OEP) zu einer gemeinsamen digitalen Schulentwicklung beitragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Impulsbeitrag von Prof. Dr. Franco Rau im Rahmen der Klausurtagung der DPFA-Akademiegruppe. Der Online-Vortrag bildete den Auftakt für einen längerfristigen Austausch innerhalb des Trägers und gab Impulse für die weitere Auseinandersetzung mit OER und OEP.

Der Beitrag nahm in den Blick, wie Offenheit auf unterschiedlichen Ebenen wirken kann: als Unterstützung für einzelne Lehrkräfte, als Grundlage kollegialer Zusammenarbeit und als strategische Perspektive für Schulträger. Anhand konkreter Beispiele wurde diskutiert, wie offene Materialien und Praktiken dazu beitragen können, Unterricht gemeinsam weiterzuentwickeln, Wissen standortübergreifend zu teilen und digitale Schulentwicklung nachhaltig zu gestalten. Offenheit ist dabei nicht allein eine Frage von Materialien oder Technologien. Sie lebt wesentlich von Organisationsentwicklung und Zusammenarbeit.

In den anschließenden Gesprächen standen Fragen im Mittelpunkt, die auch für andere Schulträger anschlussfähig sein können: Wie lässt sich eine Kultur des Teilens sinnvoll aufbauen? Mit welchen Pilotgruppen kann begonnen werden? Und wie kann die Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften an unterschiedlichen Schulstandorten so organisiert werden, dass das gemeinsame Entwickeln und Weitergeben von Materialien erleichtert wird? Diese Fragen greifen zentrale Themen des TOBIS-Projekts auf und verweisen auf die Bedeutung transprofessioneller Zusammenarbeit für den digitalen Wandel.

Der Impuls war zugleich Teil einer weiterführenden Zusammenarbeit mit der DPFA im Rahmen des TOBIS-Projekts. Für den folgenden Tag war ein vertiefender Workshop vorgesehen, in dem Julia Hense gemeinsam mit den Teilnehmenden an konkreten Umsetzungsperspektiven arbeiten sollte. Damit sollte der erste Impuls in einen gemeinsamen Entwicklungsprozess überführt werden, der wissenschaftliche Perspektiven und Erfahrungen aus der Praxis zusammenführt.

Die im Impuls und für den Workshop formulierten Fragen bilden Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit. Im nächsten Schritt soll gemeinsam geklärt werden, welche Ansätze sich innerhalb der DPFA erproben und standortübergreifend weiterentwickeln lassen. Solche ko-konstruktiven Prozesse sind ein wichtiger Bestandteil des TOBIS-Projekts: Sie eröffnen die Möglichkeit, konkrete institutionelle Entwicklungsfragen gemeinsam mit Schulträgern zu bearbeiten und daraus anschlussfähige Perspektiven für digitale Schulentwicklung zu gewinnen.