OER des Monats Januar 2026: „KI im Unterricht: Lernbarrieren digital abbauen“

Im aktuellen OER des Monats stellen wir den Modulbaustein „Künstliche Intelligenz im Unterricht“ vor (Link), der sich mit dem Einsatz von KI im digital-inklusiven Unterricht auseinandersetzt. Der Baustein findet sich auf inklusiv.digital, einer offenen Fortbildungsplattform zum Einsatz digitaler Medien in inklusiven Schulen. Das offene Bildungsangebot thematisiert, wie KI dazu beitragen kann, Lernbarrieren abzubauen und Bildungsprozesse stärker an den individuellen Voraussetzungen von Schülerinnen und Schülern auszurichten.

Worum geht es genau?

Der Modulbaustein „Künstliche Intelligenz im Unterricht: Lernbarrieren digital abbauen“ (Link) widmet sich den Potenzialen und Herausforderungen von KI im Kontext inklusiver Lehr-Lern-Settings. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass generative KI-Systeme seit Ende 2022 eine breite gesellschaftliche Debatte ausgelöst haben, die auch Schule und Unterricht unmittelbar betrifft.

Der Inklusionsbezug des Bausteins wird systematisch über das 5-Ebenen-Modell digital-inklusiver Bildung abgebildet. Das Modell macht sichtbar, wie digitale Medien – und damit auch KI – auf unterschiedlichen Ebenen zur inklusiven Bildung beitragen können, etwa auf Ebene der individuellen Lernunterstützung, der Unterrichtsgestaltung, schulischer Organisationsentwicklung oder institutioneller Rahmenbedingungen. Die im Beitrag eingebundenen Abbildungen veranschaulichen diese fünf Ebenen und zeigen, wie verschiedene Zielgruppen und Handlungsebenen miteinander in Beziehung stehen.

Die Inhalte des Modulbausteins sind entlang dieses Modells strukturiert angeordnet. Damit wird deutlich, dass KI nicht nur als technisches Werkzeug zur individuellen Förderung verstanden wird, sondern als Bestandteil eines umfassenderen Verständnisses von digital-inklusiver Schulentwicklung. Thematisiert werden unter anderem der Einsatz von KI als personalisierte Lernbegleitung, Möglichkeiten lernförderlicher Differenzierung sowie Potenziale zur Unterstützung von Barrierefreiheit. Gleichzeitig werden kritische Aspekte systematisch aufgegriffen: Dazu zählen Fragen der Abhängigkeit von Technologie, das Risiko einer Reduktion pädagogischer Beziehung auf technische Unterstützung sowie mögliche diskriminierende Effekte algorithmischer Systeme. Der Baustein lädt dazu ein, diese Potenziale und Risiken im Lichte inklusiver Bildungsziele reflektiert gegeneinander abzuwägen.

Der zeitliche Umfang liegt – je nach individueller Schwerpunktsetzung – zwischen fünf und zehn Stunden und ermöglicht sowohl eine vollständige als auch eine partielle Bearbeitung.

Warum ist das relevant für Schulträger?

Für Schulträger ist das OER insbesondere vor dem Hintergrund inklusiver Schulentwicklung von Bedeutung. Der Baustein knüpft an das in der UN-Behindertenrechtskonvention formulierte Recht auf Bildung ohne Diskriminierung und auf Grundlage der Chancengleichheit an und zeigt auf, wie digitale Technologien dieses Ziel unterstützen können, möglichst ohne dabei bestehende Ungleichheiten zu reproduzieren oder neue zu erzeugen.

Das Material eignet sich als Reflexions- und Qualifizierungsgrundlage für Fortbildungsangebote, Medienentwicklungsprozesse oder schulübergreifende Austauschformate. Es unterstützt Schulträger dabei, KI nicht nur als technische Innovation, sondern als pädagogisch und ethisch anspruchsvolles Handlungsfeld zu verstehen, das klare Leitlinien, professionelle Kompetenzen und gemeinsame Verständigungsprozesse erfordert. Damit ergänzt der Modulbaustein bestehende OER-Angebote um eine fundierte, kritisch reflektierte Perspektive auf KI im inklusiven Unterricht und bietet Orientierung für eine verantwortungsvolle strategische Einbettung auf Trägerebene.

Lizenz & Nutzung

Der Modulbaustein steht unter der offenen Lizenz CC BY 4.0 und kann frei genutzt, geteilt und angepasst werden.