OER des Monats Juli 2026: KI nutzen und gesetzliche Regeln kennen: ein Selbstlernkurs der HOOC

Als OER des Monats Juli knüpfen wir an die Diskussionen aus unserem 3. Netzwerkworkshop vom 8. Juni an. Dort wurde deutlich, dass viele Schulträger und Schulen derzeit vor ähnlichen Fragen stehen: Welche Materialien dürfen für die Arbeit mit Sprachmodellen genutzt werden? Welche personenbezogenen Daten dürfen verarbeitet werden? Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind beim Einsatz von KI-Systemen im Bildungsbereich zu beachten?

Zur Vertiefung dieser Fragestellungen stellen wir euch einen Online-Selbstlernkurs zum Thema „Rechtliche und ethische Anforderungen beim Einsatz von KI“ von der Hamburg Open Online University vor. Der Kurs bietet eine verständliche und praxisnahe Einführung in die rechtlichen und ethischen Grundlagen des KI-Einsatzes und unterstützt dabei, mehr Handlungssicherheit für den schulischen Alltag zu gewinnen.

Worum geht es genau?

Die rechtlichen Aspekte des KI-Einsatzes sind für viele Schulträger nach wie vor mit Unsicherheiten verbunden. Der Kurs bietet hierzu eine praxisnahe Einführung und Orientierung.Der Selbstlernkurs beleuchtet und greift wichtige Themen: Datenschutz, Urheberrechte, Prüfungsrecht und ethische und gesellschaftliche Grundprinzipien und Reflexion.

Datenschutz als zentrale Grundlage: KI-Anwendungen verarbeiten häufig personenbezogene Daten von Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften sowie weiteren Beschäftigten. Daher müssen die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) konsequent eingehalten werden. Der Kurs erläutert, welche Anforderungen bei der Auswahl und Einführung von KI-Systemen zu beachten sind, wann Datenschutz-Folgenabschätzungen notwendig werden und welche organisatorischen Maßnahmen Schulträger ergreifen sollten.

Urheberrecht sicher anwenden: Auch urheberrechtliche Fragen gewinnen durch den Einsatz von KI an Bedeutung. Wem gehören KI-generierte Inhalte? Welche Nutzungsrechte gelten für Bilder, Texte oder Lernmaterialien? Und wie können offene Bildungsressourcen (OER) rechtssicher genutzt werden? Der Kurs vermittelt die notwendigen Grundlagen und zeigt auf, wie Schulen und Schulträger rechtliche Risiken vermeiden können.

KI und Leistungsbewertung: Besonders sensibel ist der Einsatz von KI in Prüfungs- und Bewertungsprozessen. Der Kurs verdeutlicht, welche rechtlichen Grenzen bestehen und warum die Verantwortung für Leistungsbewertungen weiterhin bei den handelnden Personen liegt. Darüber hinaus werden die Anforderungen der EU-KI-Verordnung vorgestellt, die insbesondere für sogenannte Hochrisiko-Systeme relevant sind.

Ethische und gesellschaftliche Verantwortung: Neben rechtlichen Fragestellungen behandelt der Kurs auch ethische Aspekte des KI-Einsatzes. Themen wie Transparenz, Fairness, Diskriminierungsfreiheit und gesellschaftliche Auswirkungen von KI werden praxisnah erläutert. Dadurch unterstützt der Kurs Bildungseinrichtungen dabei, KI nicht nur rechtssicher, sondern auch verantwortungsvoll einzusetzen.

Warum ist der Selbstlernkurs für Schulträger interessant?

Gerade für Schulträger bietet der Selbstlernkurs einen niedrigschwelligen Zugang zu den rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Schulen. Während KI-Anwendungen zunehmend Einzug in den schulischen Alltag halten, stehen Schulträger vor der Aufgabe, digitale Innovationen zu ermöglichen und gleichzeitig Datenschutz, Urheberrecht, Haftungsfragen sowie gesetzliche Vorgaben zuverlässig zu berücksichtigen. Der Kurs vermittelt hierfür praxisnahes Orientierungswissen und unterstützt dabei, fundierte Entscheidungen für eine rechtssichere und nachhaltige Einführung von KI-Anwendungen zu treffen.

Besonders wertvoll ist dabei der ganzheitliche Blick auf die unterschiedlichen Verantwortungsbereiche von Schulträgern. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen werden auch Fragen der Beschaffung, der Schulentwicklung und der Qualitätsentwicklung aufgegriffen. Der Selbstlernkurs hilft dabei, Datenschutz- und Urheberrechtsanforderungen sicher einzuordnen, rechtliche Risiken realistisch einzuschätzen und Schulen bei der Entwicklung eigener KI-Leitlinien kompetent zu begleiten. Gleichzeitig sensibilisiert er Mitarbeitende und Lehrkräfte für rechtliche und ethische Fragestellungen und unterstützt dabei, die Anforderungen der EU-KI-Verordnung frühzeitig in bestehende Prozesse zu integrieren.

Darüber hinaus versteht sich der Selbstlernkurs als nachhaltige Unterstützungsstruktur für Schulträger und ihre Schulen. Die Inhalte können flexibel sowie zeit- und ortsunabhängig bearbeitet werden und eignen sich sowohl zur individuellen Qualifizierung als auch für gemeinsame Fortbildungen in Verwaltung, Medienzentren oder schulischen Unterstützungssystemen. So schafft der Kurs eine gemeinsame Wissensbasis für alle Beteiligten und stärkt die transprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Schulträgern, Schulleitungen, Lehrkräften, IT-Verantwortlichen, Datenschutzbeauftragten sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren. Diese gemeinsame Perspektive erleichtert es, Verantwortung zu teilen, Entscheidungen auf einer fundierten Grundlage zu treffen und den Einsatz von KI in Schulen rechtssicher, abgestimmt und zukunftsorientiert zu gestalten. Damit bietet der Selbstlernkurs eine praxisnahe Orientierung für alle, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Schulen strategisch begleiten und langfristig verantwortungsvoll gestalten möchten.

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