Netzwerkworkshop #4
Gemeinsam handlungsfähig werden – Transprofessionelle Zusammenarbeit in der digitalen Schulentwicklung gestalten
Im Zentrum des Online-Workshops des TOBIS-Netzwerks am 17. November 2026 steht die Frage, unter welchen Bedingungen transprofessionelle Zusammenarbeit gelingt und wie sie konkret gestaltet werden kann.
Die Veranstaltung richtet sich an freie und kommunale Schulträger in ländlichen und städtischen Räumen aus dem TOBIS-Netzwerk, interessierte Schulleitungen, Mitarbeitende aus Bildungsverwaltung, IT und Medienbildung, Wissenschaft sowie alle, die digitale Schulentwicklung mitgestalten oder sich dafür interessieren.

Ziele und Leitfragen
Digitale Schulentwicklung ist eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe, an der unterschiedliche Akteurinnen und Akteure mit jeweils eigenen fachlichen Perspektiven, Zuständigkeiten und Handlungsbedingungen beteiligt sind. Schulen, Schulträger, Bildungsverwaltung sowie Fachkräfte aus IT, Medienbildung oder Wissenschaft übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben und verfügen über spezifische Wissens- und Erfahrungsbestände.
Diese Vielfalt ist für die Bearbeitung komplexer Entwicklungsanforderungen unverzichtbar; zugleich erhöht sie den Bedarf an verlässlicher Abstimmung: Relevantes Wissen muss zwischen den Beteiligten ausgetauscht, Verantwortlichkeiten müssen geklärt und Entscheidungen über organisationale und professionelle Grenzen hinweg koordiniert werden.
Wie anspruchsvoll die Zusammenarbeit über unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche hinweg sein kann, zeigt sich besonders dort, wo verschiedene fachliche Anforderungen miteinander in Einklang gebracht werden müssen. Bei der Einführung neuer IT-Infrastrukturen gilt es beispielsweise, technische Möglichkeiten mit pädagogischen Anforderungen sowie mit Fragen des Datenschutzes und der Finanzierung zu verbinden. Im Ganztag stellt sich die Aufgabe, Bildungsangebote und pädagogische Prozesse über unterschiedliche professionelle Zuständigkeiten und Handlungsfelder hinweg gemeinsam zu gestalten. Auch bei der Umsetzung politischer oder rechtlicher Vorgaben ist eine solche Verständigung erforderlich, wenn unterschiedliche fachliche Perspektiven und organisationale Verantwortlichkeiten in gemeinsamen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden müssen.
In all diesen Situationen besteht die zentrale Herausforderung darin, verteiltes Wissen, unterschiedliche Zuständigkeiten und fachliche Perspektiven so aufeinander zu beziehen, dass gemeinsames Handeln möglich wird. Ob gemeinsame Lösungen gelingen, hängt daher nicht allein von der fachlichen Expertise der einzelnen Beteiligten ab, sondern ebenso davon, wie Informationen ausgetauscht, Verantwortlichkeiten abgestimmt und unterschiedliche Perspektiven in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse eingebunden werden. Digitale Schulentwicklung erfordert damit verlässliche Formen transprofessioneller Zusammenarbeit. Vor diesem Hintergrund rückt die Frage in den Mittelpunkt, unter welchen Bedingungen transprofessionelle Zusammenarbeit gelingt und wie sie konkret gestaltet werden kann.
Im Rahmen des 4. TOBIS-Netzwerkworkshops möchten wir dieser Frage gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern und weiteren Teilnehmenden nachgehen. Dazu bringen wir aktuelle Befunde aus unseren Erhebungen mit den Erfahrungen und Perspektiven der beteiligten Schulträger zusammen. Auf dieser Grundlage möchten wir herausarbeiten, wo transprofessionelle Zusammenarbeit bereits gelingt, welche Bedingungen sie unterstützen, an welchen Schnittstellen Herausforderungen entstehen und welche Handlungsmöglichkeiten sich daraus für die weitere Gestaltung digitaler Schulentwicklung ableiten lassen.
Dabei beschäftigen wir uns unter anderem mit folgenden Fragen:
- Wie können Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche in digitalisierungsbezogenen Prozessen geklärt und verlässlich aufeinander abgestimmt werden?
- An welchen Schnittstellen entstehen Herausforderungen im Informations- und Wissensaustausch, und welche transprofessionellen Handlungsmöglichkeiten ergeben sich daraus?
- Wie können Zusammenarbeit und Abstimmung an zentralen Übergängen im Ganztag gestaltet werden, und welche Anforderungen ergeben sich dabei für die beteiligten Akteurinnen und Akteure?
Weitere Informationen zu den Inhalten und zum Ablauf des Workshops finden Sie im Programm (siehe unten). Hinweise und Ergänzungen werden fortlaufend aktualisiert.
Programm
09:00 – 09:15 Uhr - Auftakt: Begrüßung und Einführung
09:15 – 10:00 Uhr - Impulsvortrag
Strategische Lageanalyse für SchulträgerWo stehen wir in der transprofessionellen Zusammenarbeit in der digitalen Schulentwicklung?
Aktuelle TOBIS-Befunde zu Bedingungen, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten10:00 – 10:30 Uhr - Pause
10:30 – 11:30 Uhr - Workshop I
StrategiewerkstattWie Schulträger digitale Verantwortung verteilen und absichern
Klärung von Zuständigkeiten und Verantwortungsbereichen sowie Entwicklung verlässlicher Formen der Abstimmung11:30 – 12:30 Uhr - Mittagspause
12:30 – 13:30 Uhr - Workshop II
Schnittstellen-Diagnose liveWo Wissen fließt – und wo es ins Stocken gerät: Diskussion und Analyse konkreter Fälle aus der Schulträgerpraxis
Wissensflüsse sichtbar machen, Engpässe identifizieren und transprofessionelle Handlungsmöglichkeiten entwickeln13:30 – 14:00 Uhr - Pause
14:00 – 15:00 Uhr - Workshop III
Mini-LaborAus der Praxis für die Praxis: Ganztagsschule und digitale Übergänge
Gemeinsames Identifizieren und Kartieren zentraler Übergangssituationen im Ganztag sowie der damit verbundenen Anforderungen an Zusammenarbeit und digitale Gestaltung15:00 – 15:30 Uhr - Ausblick
Risiko- und Chancenradar 2026/27Was kommt auf Schulträger zu? Aktuelle
Entwicklungen & Perspektiven
Gemeinsame Einordnung aktueller Entwicklungen, struktureller Risiken und strategischer Handlungsmöglichkeiten für die digitale Schulentwicklung15:30 – 16:00 Uhr - Abschluss
Offener RaumWas nehmen wir mit – was bleibt offen?
Raum für offene Fragen, gemeinsame Reflexion und Austausch sowie für Themen und Anliegen der Teilnehmenden
Teilnahme, Anmeldung und Kontakt
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Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um vorherige Anmeldung.
Den Zugangslink zur Videokonferenz erhalten Sie nach der Anmeldung und rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail.
Für wen ist die Teilnahme interessant?
Die Veranstaltung richtet sich an Schulträger und Kooperationspartnerinnen und -partner aus dem TOBIS-Netzwerk sowie an weitere Interessierte, die sich mit Fragen der digitalen Schulentwicklung beschäftigen. Eine bestehende Kooperation mit dem Forschungsprojekt TOBIS ist für die Teilnahme nicht obligatorisch.
Fragen zur Veranstaltung?
tobis@hsap.de
Organisation/Planung
Verbundprojekt TOBIS | HSAP Berlin | Christin Tellisch & Alexander Lang