Netzwerkworkshop #2
KI in der Schulentwicklung
Im Zentrum des Online-Workshops des TOBIS-Netzwerks am 4. März 2026 steht die Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) für Schulentwicklung, offene Bildungspraktiken sowie Prüfungs- und Verwaltungsprozesse.
Der Netzwerkworkshop richtet sich an Schulträger sowie Akteur:innen aus Bildungsverwaltung, Medienberatung und pädagogischer Praxis und bietet Orientierung für einen pädagogisch verantwortungsvollen Umgang mit KI im schulischen Kontext.

Ziele und Leitfragen
Der erste Online-Netzwerkworkshop knüpft an den Auftaktworkshop an und greift – auf Wunsch der beteiligten Schulträger – Künstliche Intelligenz als Bestandteil schulischer Digitalisierung auf. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur Rolle von KI im Zusammenspiel mit digitalen Lehr-Lernsettings, offenen Bildungsressourcen (OER) und Open Educational Practices (OEP) sowie zu den erforderlichen pädagogischen, organisatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen.
Die Fragestellungen werden in den einzelnen Workshop-Slots aus wissenschaftlich informierter Perspektive aufgegriffen und als gezielte inhaltliche Impulse bearbeitet. Der Workshop lädt dazu ein, die vorgestellten Ansätze gemeinsam zu diskutieren und für die jeweiligen Schulträgerkontexte und Standorte weiterzudenken.
Ablaufplan: Impulse, Vertiefung, flexible Teilnahme
Der Online-Workshop ist als modulares Tagesformat konzipiert. Die einzelnen Programmpunkte nehmen thematisch aufeinander Bezug, können jedoch auch unabhängig voneinander besucht werden. So ist eine durchgehende Teilnahme ebenso möglich wie die gezielte Auswahl einzelner Slots.
09:00 – 10:00 - Begrüßung und Impulsvortrag
KI als Werkzeug, Assistenz oder Gefahr? Perspektiven für die SchulentwicklungWas erwartet Sie?
Der Impulsvortrag bietet einen einordnenden Überblick über Künstliche Intelligenz im Kontext schulischer Digitalisierung. Ausgangspunkt sind verbreitete Sprech- und Denkweisen über KI und die Frage, welche Annahmen, Erwartungen und Verkürzungen mit diesen Metaphern verbunden sind.
Auf Grundlage aktueller bildungspolitischer Positionen und bildungswissenschaftlicher Forschung wird eingeordnet, welche Potenziale und Grenzen von KI für Schul- und Unterrichtsentwicklung sichtbar werden und warum technologische Innovationen nicht automatisch zu pädagogischem Wandel führen. Zugleich wird aufgezeigt, inwiefern KI bereits heute Lern-, Informations- und Kommunikationspraktiken prägt und damit konkrete Entwicklungsaufgaben für Schulen und Schulträger mit sich bringt.
Der Impuls schafft eine gemeinsame begriffliche und konzeptionelle Grundlage und eröffnet den Blick auf die zentralen Handlungsfelder von Prüfung und Bewertung, Unterrichtsentwicklung sowie Infrastruktur und Organisation, die in den anschließenden Workshops vertieft bearbeitet werden.
Was erwartet Sie?
Franco Rau ist Professor für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Digitalisierung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er beschäftigt sich mit Schul- und Unterrichtsentwicklung im Kontext digitaler Transformationen sowie mit der kritischen Einordnung bildungspolitischer und gesellschaftlicher Diskurse zu KI in der Schule.
10:00 – 10:30 - (Digitale) Pause
Optional: Zeit und Raum für Nachfragen und Austausch10:30 – 12:00 - Workshop
Prüfen und Bewerten mit KI: Detektoren, Vorkontrolle und VerantwortungWas erwartet Sie?
Der Workshop nimmt den Einsatz von KI-Systemen in schulischen Prüfungs- und Bewertungskontexten kritisch in den Blick. Im Zentrum steht die Frage, welche Versprechen KI-gestützte Vorkontrollen und sogenannte KI-Detektoren derzeit formulieren und inwieweit diese aus wissenschaftlicher Perspektive haltbar sind.
Diskutiert werden die formulierten Versprechungen und konzeptionellen Annahmen hinter Detektionsverfahren, ihre empirische Verlässlichkeit sowie die möglichen Folgen ihres Einsatzes für Bewertungspraxis, rechtliche Sicherheit und schulische Vertrauenskulturen. Ergänzend wird eingeordnet, welche Rolle KI sinnvoll bei Prüfungsvorbereitung und Lernbegleitung spielen kann und wo klare Grenzen zu ziehen sind. Der Workshop schafft damit eine fundierte Grundlage, um aktuelle Debatten rund um Kontrolle, Täuschung und Fairness einzuordnen und Alternativen zu einer primär kontrollorientierten Nutzung von KI zu diskutieren.
Wer gestaltet den Workshop?
Kira Baresel (Universität Vechta) und Franco Rau (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) arbeiten zu Fragen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz in Schule und Schulentwicklung. In ihrer gemeinsamen Perspektive verbinden sie die Analyse von KI-gestützten Prüfungs- und Bewertungskontexten – insbesondere im Hinblick auf KI-Detektoren und verantwortliche Bewertungspraxis – mit einer schulpädagogischen Einordnung digitaler Transformationsprozesse und aktueller bildungspolitischer Diskurse zu KI in der Schule.
12:00 – 13:00 - Mittagspause
Zeit zum Essen und Durchatmen13:00 – 14:30 - Workshop
Lernen mit und über KI: Pädagogische Impulse und offene BildungsressourcenWas erwartet Sie?
Der Workshop nimmt den Einsatz von KI-Systemen im schulischen Unterricht aus einer pädagogisch-didaktischen Perspektive in den Blick. Im Zentrum steht die Frage, wie Lehrkräfte beim lernförderlichen Einsatz von KI unterstützt werden können und welche Rolle Schulträger und Medienberatung bei der Gestaltung geeigneter Rahmenbedingungen spielen.
Diskutiert werden typische Einsatzszenarien des Lernens mit und über KI sowie die damit verbundenen Unterstützungsbedarfe auf Seiten der Schulen. Ergänzend wird aufgezeigt, wie offene Bildungsressourcen (OER) und Open Educational Practices (OEP) zur Qualifizierung, Beratung und schulübergreifenden Zusammenarbeit beitragen können. Der Workshop ordnet digitale, inklusive und offen lizenzierte Materialien als strategische Bausteine schulischer Digitalisierungsprozesse ein und bietet damit Orientierung für die konzeptionelle und organisatorische Begleitung von KI-bezogenen Unterrichtsentwicklungsprozessen.
Wer gestaltet den Workshop?
Benjamin Möbus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Erziehungswissenschaften an der Universität Vechta. In seiner Forschung untersucht er, wie digitale Medien und generative KI lernförderlich in inklusiven Lehr-Lern-Settings eingesetzt werden können. Sein Schwerpunkt liegt auf der didaktisch reflektierten und pädagogisch verantwortlichen Gestaltung technologischer Innovationen.
14:30 – 15:00 (Digitale) Pause
Optional: Zeit und Raum für Nachfragen und Austausch15:00 – 16:30 - Workshop
Datenschutzkonforme KI für Schulen: Einblicke in die PraxisWas erwartet Sie?
Der Workshop stellt die DSGVO-konforme Plattform schulKI vor und zeigt, wie KI-Systeme sicher im Unterricht eingesetzt werden können – von der Vorbereitung bis zur Nachbereitung.
Die Teilnehmenden lernen vielfältige Funktionen kennen: Textgenerierung, Bilderstellung und weitere Medienformate, die anhand konkreter Beispiele demonstriert werden. Thematisiert wird auch, welche Vorteile schulKI gegenüber Systemen wie ChatGPT hat. Lernende können schulKI ohne Anmeldung nutzen. In interaktiven Workshopteilen probieren die Teilnehmenden die Plattform selbst aus und erfahren, wie Schulträger Institutionen verwalten und wie einfach der Beitritt für Nutzer:innen ist.
Wer gestaltet den Workshop?
Sarah Schlicke ist Mitarbeiterin bei der Schulverwalter GmbH mit Schwerpunkt SchulKI. Sie konzipiert und realisiert Fortbildungen zum Einsatz von KI in der Schule, entwickelt praxisnahe Anwendungsszenarien für Lehrkräfte und wirkt an der inhaltlichen Weiterentwicklung der Plattform mit. Durch ihr Lehramtsstudium in Biologie und Chemie bringt sie eine enge Anbindung an schulische Praxis ein.
Teilnahme, Anmeldung und Kontakt
Die Teilnahme am Online-Netzwerkworkshop ist für alle im Projekt TOBIS beteiligten Schulträger, eingeladene Akteur:innen sowie weitere interessierte Personen kostenfrei.
Eine verbindliche Anmeldung per E-Mail an stefanie.brunner@fau.de ist erforderlich. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an die angegebene Kontaktadresse und geben Sie dabei folgende Informationen an: (1.) Name, (2.) Institution und (3.) Angabe, ob Sie Mitglied im Projekt TOBIS sind bzw. wie Sie von der Veranstaltung erfahren haben.
Nach erfolgreicher Anmeldung erhalten die Teilnehmenden rechtzeitig vor der Veranstaltung weitere organisatorische Informationen, einschließlich der Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung.
Bei Fragen zur Veranstaltung oder zur Anmeldung wenden Sie sich gern an Stefanie Brunner (stefanie.brunner@fau.de). Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch!
Onlineformat und Zugang
Der Netzwerkworkshop findet vollständig online statt. Die einzelnen Programmpunkte sind als thematisch abgeschlossene Slots konzipiert und können unabhängig voneinander besucht werden. Eine Teilnahme am gesamten Workshop ist ebenso möglich wie die gezielte Teilnahme an einzelnen Sessions.
Der Zugangslink zur Online-Veranstaltung wird den angemeldeten Teilnehmenden vorab per E-Mail zur Verfügung gestellt. Die inhaltlichen Impulse werden dokumentiert und im Anschluss – soweit möglich – als offene Materialien bereitgestellt.